Die Interessenvertretung sächsischer Ingenieure
 Seite drucken

Parlamentarierfrühstück und Vertreterversammlung

Die beim Parlamentarierfrühstück präsentierten Ausschreibungsunterlagen zogen die Blicke auf sich

Die beim Parlamentarierfrühstück präsentierten Ausschreibungsunterlagen zogen die Blicke auf sich

Die Ingenieurkammer Sachsen wirbt beim traditionellen Parlamentarierfrühstück für künftige Investitionen in Know-How und mahnt Deregulierung von Vergabeverfahren an.

Auf welchem Fundament steht die Zukunft Sachsens? “Rohstoffe sind knapp, Geld ebenso. Die Manpower schwindet. Was also bleibt ist unser Know-How.” Mit dieser Feststellung hieß Kammerpräsident Dr.-Ing. Arne Kolbmüller zahlreiche Abgeordnete des Sächsischen Landtags sowie die Vertreter der Ingenieurkammer zum 13. Parlamentarierfrühstück am 13. März 2013 willkommen. Die Investition in eine hochwertige technische Ausbildung und der Kampf gegen niedrige Stundensätze seien notwendige Voraussetzungen für eine hohe Produktivität. “Denn nur auf dieser Grundlage können Ingenieure auch künftig mit ihrem Wissen einen hohen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Mehrwert schaffen.”, so Dr.-Ing. Kolbmüller. Auch im 20. Jahr der beruflichen Selbstverwaltung trägt die Ingenieurkammer Sachsen mit ihrer Listenführung maßgeblich zur Deregulierung und somit zum Verbraucherschutz bei. Nun ist es an der Politik, die Zeit zwischen “Vornehmen” und “Umsetzen” zu verkürzen und schnellere Genehmigungsverfahren in die Wege zu leiten – damit die zur Verfügung stehenden Investitionsmittel auch tatsächlich in Projekte umgesetzt werden. Zum Abschluss seines Grußwortes wünschte sich Dr.-Ing. Kolbmüller, dass “wir uns nicht so sehr die Bedenken anderer Länder abschauen, sondern vielmehr zur Motivation der 1990er Jahre zurückkehren.”

Im Anschluss an das 13. Parlamentarierfrühstück tagte das erste Mal in diesem Jahr die Vertreterversammlung. Neben der Arbeit der Ingenieurkammer und deren Ausschüssen standen die laufenden Baumaßnahmen des Freistaates im Fokus. So informierte der Referatsleiter im SMWA, Lutz Nast, über die aktuellsten Tiefbauprojekte, während Prof. Dr.-Ing. Rainer Storch vom SMF die Top-10-Maßnahmen der Staatlichen Hochbauverwaltung vorstellte. Dr.-Ing. Kolbmüller richtete an die Referenten die Bitte, sich in Zukunft gegen die Willkürlichkeit bei Vergabeverfahren stark zu machen und vermehrt auf sächsische Ingenieure zu setzen. Prof. Storch empfahl “Problemfälle” zu sammeln und gemeinsam hierüber zu diskutieren. Die Mitglieder der Vertreterversammlung nahmen diesen Vorschlag dankend an.