Die Interessenvertretung sächsischer Ingenieure
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Ingenieurkammer Sachsen übergibt Wackerbarth-Medaille an die Fraunhofer-Gesellschaft

V.l.n.r.:  Prof. Dr. sc. techn. Reinhard Erfurth Ehrenpräsident der Ingenieurkammer Sachsen, Prof. Dr.-Ing. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, Prof. Dr.-Ing. Hubertus Milke, Präsident der Ingenieurkammer Sachsen, Foto: Andreas Franke

V.l.n.r.: Prof. Dr. sc. techn. Reinhard Erfurth Ehrenpräsident der Ingenieurkammer Sachsen, Prof. Dr.-Ing. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, Prof. Dr.-Ing. Hubertus Milke, Präsident der Ingenieurkammer Sachsen, Foto: Andreas Franke

Am 6. Oktober 2015 verlieh die Ingenieurkammer Sachsen an die Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. die Wackerbarth-Medaille – die höchste Auszeichnung der sächsischen Ingenieursvertretung. Im Rahmen des diesjährigen Ingenieurkammertages überreichten Kammerpräsident Prof. Dr.-Ing. Hubertus Milke sowie Kammerehrenpräsident Prof. Dr. sc. techn. Reinhard Erfurth die Medaille an Prof. Dr.-Ing. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft.

Der Freistaat bildet mit insgesamt 19 Einrichtungen einen Länderschwerpunkt der Fraunhofer-Gesellschaft. Dies ist eine wesentliche Grundlage für Sachsen als Hochtechnologiestandort und somit auch als dem „Land der Ingenieure“. Fraunhofer führt somit konsequent die an den Universitäten gestartete Exzellenzinitiative fort und befördert den Aufbau der Wertschöpfungskette aus Forschung und Produktion in Sachsen. „Heute im Jahr 25 der Deutschen Einheit dürfen wir uns bei der Fraunhofer-Gesellschaft und ihrem Präsidenten ganz herzlich bedanken, dass mit der zielstrebigen Ansiedlung von Fraunhofer in Sachsen es gelungen ist, die Wertschöpfungskette zu unserem ‚Rohstoff Geist‘ nicht nur zu schließen, sondern sie als integrierten und treibenden Bestandteil unseres Strebens nach Arbeit – Wohlstand – Schönheit – gemäß des Bildes von Max Klinger im Stadtverordnetensaal unserer Tagungsstadt Chemnitz – zu verstehen.“, so Prof. Erfurth in seiner Laudatio. „Die Auszeichnung gibt mir auch Gelegenheit den Zauber des Neubeginns wieder aufzurufen, gegen das Vergessen der Chancen, gegen die Verlockungen des Alltäglichen, für Freiwilligkeit in Freiheit, für das Streben nach gemeinsamen visionären Zielen, da wir dank des Engagements von Fraunhofer nunmehr die gesamte Wissenskette von der Grundlagenforschung über die angewandte Forschung von Fraunhofer bis hin zur praktizierten Forschung durch unsere Mitglieder abbilden können.“

Prof. Neugebauer bedankte sich in seiner Ansprache für die Ehrung mit einem Blick auf die Bedeutung des Ingenieurberufs: „Die Öffentlichkeit wird durch diese Auszeichnung aufmerksam gemacht auf die großen Vorteile einer engen Verbindung von Wissenschaft und Wirtschaft, von Forschung und Anwendung. Jeder Hinweis darauf, wie wichtig diese Verbindung ist, und dass es sich demnach auch lohnt, in diesen Berufszweig einzusteigen, hilft der deutschen Industrie. Wir wissen alle, dass wir für eine blühende Wirtschaft nichts so sehr brauchen wie engagierte Ingenieure, die bereit sind, mit allem Eifer technische Probleme zu lösen und Innovationen voranzutreiben. Auf ihrer Arbeit beruht letztlich unser Erfolg auf den Weltmärkten und damit auch unser Wohlstand und unsere Sicherheit.“

Die zweite diesjährige Wackerbarth-Medaille ging an unser Kammermitglied, Herrn Dr.-Ing. Jörg Döhler. Der Chemnitzer Ingenieur war maßgeblich an der Gründung des Sachverständigenausschusses der Ingenieurkammer Sachsen beteiligt und ist bis heute in diesem Gremium aktiv. Stellvertretend für den gesamten Vorstand dankte Vizepräsident Dr.-Ing. Siegfried Schlott in seiner Laudatio Herrn Dr.-Ing. Jörg Döhler für sein langjähriges Engagement.