Die Interessenvertretung sächsischer Ingenieure
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Ingenieurkammer Sachsen
 

Sächsischer Staatspreis für Baukultur geht an das Kraftwerk Mitte
 
 
 

Der Chef der Staatskanzlei, Dr. Fritz Jaeckel, hat am 16. Juni in Vertretung von Innenminister Markus Ulbig den Sächsischen Staatspreis für Baukultur 2017 verliehen. Der Preis geht in diesem Jahr an das Kraftwerk Mitte Dresden. Mit der Auszeichnung würdigte die Jury den Umbau des ehemaligen Heizkraftwerks Mitte zu einem kulturellen Zentrum. Der Staatspreis für Baukultur ist mit 15.000 Euro dotiert. Auslober des Staatspreises waren das Sächsische Staatsministerium des Innern, die Ingenieurkammer Sachsen und die Architektenkammer Sachsen. Die diesjährige Geschäftsführung oblag dabei der Ingenieurkammer. Der Staatspreis wird für Leistungen auf dem Gebiet der Baukultur in Sachsen verliehen. In diesem Jahr lautete das Wettbewerbsthema „BAU - KULTUR - BILDUNG“. Dabei waren sanierte und/oder umgenutzte Bestandsbauten mit Bildungscharakter zum Wettbewerb zugelassen.

Online-Broschüre Staatspreis 2017 (PDF, 7 MB)



 
HOAI: EU-Kommission verklagt Deutschland
 
 
 

Die Europäische Kommission hat wegen der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) gegen Deutschland Klage vor dem Europäischen Gerichtshof erhoben. Die Kommission sieht durch die Mindestsätze der Honorarordnung die Niederlassungsfreiheit von Ingenieuren und Architekten sowie den freien Wettbewerb nachhaltig behindert. Ohne die Vorgaben der HOAI würden sich nach ihrer Ansicht mehr ausländische Büros in Deutschland niederlassen, was perspektivisch günstigere Preise für Verbraucher bringen soll. Zahlreiche Kammern und Verbände haben die Klageerhebung bereits massiv kritisiert und forderten die Bundesregierung auf, sich für den Erhalt der HOAI und somit für Qualität bei Planungsprozessen einzusetzen.

Weitere Informationen



 
Untersuchung des BFB: Marktzutrittsregeln führen zu mehr Effizienz und sichern Qualität
 
 
 

Der Bundesverband der Freien Berufe (BFB) hat gestern (6. Juli 2017) die Ergebnisse seiner in Auftrag gegebenen Untersuchung "Aspekte der Deregulierung bei den Freien Berufen" vorgestellt. Hiernach führen Marktzutrittsregeln – entgegen der Behauptungen der Europäischen Kommission – auf freiberuflichen Märkten zu besserer Markteffizienz und sichern die Qualität. In der Untersuchung wird von den Gutachtern die ökonomische Wirkungsweise von Regulierung bzw. Deregulierung in Märkten für freiberufliche Dienstleistungen wissenschaftlich untersucht und bewertet.

Zusammenfassung der Studie



 
Rechtsgutachten und Evaluation der EU-Bauproduktenregulierung veröffentlicht
 
 
 

Das Bundesbauministerium hat im Juni ein Rechtsgutachten zur Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen (VV TB) vorgestellt, welches im Rahmen des Notifizierungsverfahrens Fragen zur Umsetzung des EuGH-Urteils behandelt und insbesondere die Frage betrifft, wie mit lückenhaften, fehlenden Leistungsmerkmale harmonisierter Bauprodukte und nationalen Anforderungen umzugehen ist. Im Ständigen Ausschuss haben mehrere Mitgliedstaaten eine gleiche Problemlage wie Deutschland geschildert. Bei dem von der EU-Kommission gestarteten Evaluationsprozess besteht auf dieser Grundlage somit die Gelegenheit, für die Übergangszeit bei noch nicht vollständig harmonisierten Bauprodukten die strenge Haltung der EU-Kommission bezüglich zusätzlicher nationaler Anforderungen an Bauprodukte zu korrigieren.

Rechtsgutachten zur EU-Bauproduktenregulierung



 
Klarstellung des Bauministeriums zur Auftragswertberechnung bei der Vergabe von Planungsleistungen
 
 
 

Bau- und Planungsleistungen sind bei der Schätzung des Auftragswertes weiterhin nicht zusammenzurechnen, wenn sie getrennt vergeben werden. So lautet der eindeutige Tenor des aktuellen Erlasses des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) vom 16. Mai 2017 zur Auslegung des reformierten Vergaberechts für die Vergabe von Bauleistungen. In dem Erlass wird betont, dass die Rechtslage bei der Bestimmung des geschätzten Auftragswertes bei der Vergabe von Planungsleistungen, die in mehreren Losen vergeben werden, unverändert ist. Mit der Formulierung von § 3 Abs. 7 Satz 2 VgV wird am bisherigen üblichen Verfahren zur Auftragswertermittlung bei Planungsleistungen festgehalten.

Erlass des BMUB



 
Bauindustrieverband veröffentlicht "Schwarzbuch Bauwirtschaft: Fallstricke bei der öffentlichen Auftragsvergabe"
 
 
 

Der Bauindustrieverband Sachsen/Sachsen-Anhalt e. V. (BISA) beklagt weiterhin Schwierigkeiten bei der Ausschreibung und Abwicklung öffentlicher Bauvorhaben. BISA-Präsident Wolfgang Finck verweist bei der Vorstellung des aktuellen „Schwarzbuch Bauwirtschaft: Fallstricke bei der öffentlichen Auftragsvergabe“ auf die Notwendigkeit qualitativ guter Planung als Voraussetzung für eine reibungslose Bauausführung.

Schwarzbuch Bauwirtschaft



 
Gesetzgeber macht Weg frei für Unterschwellenvergabeordnung
 
 
 

Der Bundestag hat Anfang Juni die Änderung des Haushaltsgrundsätzegesetzes (HGrG) sowie der Bundeshaushaltsordnung (BHO) beschlossen. Damit ist der Weg frei für die Einführung der Unterschwellenvergabeordnung (UVgO), die im selben Gesetzgebungspaket verabschiedet wurde. Nach ihrer Einführung wird die UVgO anders als die bisherigen Regelungen für den Unterschwellenbereich den Auftraggebern die freie Wahl zwischen der öffentlichen Ausschreibung und der beschränkten Ausschreibung mit Teilnahmewettbewerb eröffnen. Die UVgO kann erst nach Wirksamwerden dieser Änderungen haushaltsrechtlich eingeführt werden. Der Bundesrat hat dem Gesetz ebenfalls zugestimmt.



 
Zweiter Rettungsweg über Rettungsgeräte der Feuerwehr – Aufstellflächen der Feuerwehr im öffentlichen Raum
 
 
 

Mit Schreiben vom 21. Juni 2017 informiert das Sächsische Staatsministerium des Innern (SMI) in Abstimmung mit dem Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) über die Rechtslage zu dem in der Sächsischen Bauordnung vorgeschriebenen zweiten Rettungsweg. Die Hinweise finden Sie unter dem nachfolgenden Link.

Schreiben des SMI



 
Planungsdaten für Geothermieanlagen
 
 
 

Der Einsatz von oberflächennaher Geothermie zur Heizung und Kühlung von Gebäuden gewinnt immer mehr an Bedeutung. Das EU-Projekt „GeoPLASMA_CE“ (Shallow Geothermal Energy Planning, Assessment and Mapping Strategies in Central Europe) wurde initiiert, um die Datengrundlage zur  oberflächennahen Geothermie länderübergreifend zu standardisieren. Ziel ist, die Planung von Geothermieanlagen für Bauherren und Planungsbüros zu vereinfachen. Damit soll die Nutzung dieser erneuerbaren, emissionsfreien Energieform vorangetrieben werden. Als einer der Projektpartner stellt das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) seine Erfahrungen und sein Wissen aus der langjährigen Arbeit im Bereich der oberflächennahen Geothermie in Sachsen zur Verfügung.

Informationen des LfULG



 
ENERGIESA 2017 am 28. September in Mittweida
 
 
 

Die ENERGIESA ist ein interdisziplinäres Netzwerk, das alle einlädt, gemeinsam innovative Lösungen auf den Weg zu bringen. Angesprochen werden vor allem Architekten, Ingenieure, Haustechniker, Handwerker, Vertreter der Wohnungswirtschaft, Eigentümer, Energieberater, Bauträger und Bauherren. Die Forumsveranstaltung gibt allen beteiligten Anspruchsgruppen die Gelegenheit, sich zum persönlichen Austausch zu treffen. Das neue, frische und innovative Forum findet am Donnerstag, den 28. September 2017, in der Zeit von 09:00 bis 17:00 Uhr im Wasserkraftwerk Mittweida statt.

Informationen zur ENERGIESA 2017



 
Online-Umfrage des DIN zum BIM-Normungsbedarf
 
 
 

Die fortschreitende Digitalisierung macht auch vor dem Bauwesen und der Immobilienwirtschaft nicht halt. Den Bedarf hierzu hat die „Reformkommission Bau von Großbauprojekte“ des Bundes erkannt und die Methode BIM - Building Information Modeling - als einen zentralen Bestandteil der Lösungsstrategie für die Optimierung von Bauprojekten herausgestellt. Im zuständigen DIN-Arbeitsausschuss wird derzeit eine nationale strategische Normungsagenda erarbeitet, nach der künftig Standarisierungsvorhaben im deutschen Interesse bedarfsgerecht priorisiert werden können. Um sicherzustellen, dass hierbei alle relevanten Aspekte berücksichtigt werden und nahe an den praktischen Belangen gearbeitet wird, bitten wir Sie, im Rahmen der verlinkten Umfrage Ihre Anregungen bis 16. Juli 2017 einzubringen (Dauer ca. 10 Minuten).

Zur Umfrage



 
Seminare
 
 
 

25. August 2017 in Dresden
Praxis der erdberührten Bauwerksabdichtung im Neubau und Bestand
Programm und Anmeldung

1. September 2017 in Dresden
Fachplaner für Barrierefreies Bauen – Fachfortbildung EIPOS
Programm und Anmeldung

5. September 2017 in Dresden
BIM-Workshop – Von der Theorie zur Praxis
Programm und Anmeldung

 

Weitere Seminare und Veranstaltungen unter: www.ing-sn.de/kalender



 
Nr. 11 vom 11. Juli 2017
Sachsen. Land der Ingenieure

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