Die Interessenvertretung sächsischer Ingenieure
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Bericht zur Unternehmerreise mit Ministerpräsident Tillich nach Abu Dhabi und Katar

[09.12.10] Die arabische Halbinsel als eine der aufstrebendsten Regionen weltweit war Ende November Ziel einer Wirtschaftsdelegation unter Leitung des sächsischen Ministerpräsidenten, Stanislaw Tillich. Die Interessen der sächsischen Ingenieure vertrat Dr.-Ing. Arne Kolbmüller, Präsident der Ingenieurkammer Sachsen. Erfahrungen im Strukturwandel sowie das inzwischen erreichte hohe Potential in Sachsens Hightech-Industrie bilden die Basis für vielfältige Chancen in der sächsisch arabischen Zusammenarbeit.

1. Abu Dhabi

Im ersten offiziellen Gespräch war der Ministerpräsident zu Gast bei H.E. Dr. Rashid Ahmed bin Fahad, dem Minister für Umwelttechnik und Wasser. Abu Dhabi ist eine Region, die reich an Öl und Gas ist, aber arm an Wasser. Allein die urbane Entwicklung Abu Dhabis, deren Einwohnerzahl sich von derzeit 1,2 Millionen perspektivisch bis 2030 auf über 3 Millionen erhöhen soll, bringt große Herausforderungen mit sich. Das betrifft vor allem die Themen

  • Wassermanagement – Aufbereitung und Verteilung
  • Infrastruktur
  • Industrieentwicklung und Landschaftsgestaltung.

Im Mittelpunkt eines gemeinsamen Workshops im Frühjahr 2011 wird das Thema „Ressource Wasser“ stehen. Hierbei gilt es besonders, die hohe sächsische ingenieurtechnische Kompetenz, unterstützt durch Hochschulen und Universitäten sowie in Sachsen ansässige wissenschaftliche Institute, z.B. das Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme (IVI), beim Markteintritt zu unterstützen.

2. Katar
Auch Katar hat hochgesteckte Entwicklungsziele. Allein die Hauptstadt Doha soll bis zum Jahr 2032 ebenfalls auf gut 3 Millionen Einwohner wachsen – mehr als das gesamte Emirat heute einschließlich ausländischer Arbeitskräfte hat. Das Fachgespräch zwischen Ministerpräsident Tillich und dem Wirtschafts- und Handelsminister, H.E. Sheikh Jassim bin Abdulaziz bin Jassim bin Hamad Al Thani, fokussierte sich dann auch schnell auf das Thema „Herausforderungen der Infrastruktursysteme für die beabsichtigte Stadtentwicklung mit dem omnipräsenten Thema Wasser- und Abfallmanagement“

Unter wesentlicher Mitwirkung der Ingenieurkammer Sachsen sind im Rahmen des Treffens mit diesem Ministerium zwei Workshops im Frühjahr 2011 konkret skizziert worden. Ein Workshop wird sich mit dem Thema „Komplexe städtische Infrastruktur“, der zweite mit dem Thema „Wasser- und Abfallmanagement“, Schwerpunkt intensivere Nutzung von Brauchwasser und alternative Systeme zur Müllverbrennung befassen.

Diese Themen bieten eine große Chance für sächsische Ingenieurunternehmen, ihre Kompetenz unter Beweis zu stellen und neue Märkte zu erschließen. Zumal mit der Entscheidung für die Fußball-WM 2022 in Katar viele visionäre Projekte noch schneller Realität werden.

Fazit:
Um die Visionen der Region umzusetzen bedarf es ingenieurtechnischer Kompetenz auf höchstem Niveau. Dies ist auch der Anspruch der dortigen Bauherren. Im Wettbewerb mit internationalen großen Consultingunternehmen haben sächsische Unternehmen besonders dann eine Chance, wenn sie in Konsortien auftreten. So sind die Hürden der Zugangsvoraussetzungen für eine Marktöffnung besser überwindbar, perfekte Englischkenntnisse vorausgesetzt.

Die Ingenieurkammer Sachsen wird gemeinsam mit der Architektenkammer Sachsen im Januar 2011 eine Informationsveranstaltung durchführen - mit detaillierteren Ausführungen zum Investitionsklima, möglichen Ingenieur- und Architektenthemen, Markteintrittsbedingungen, Erfahrungsberichten und evtl. Fördermöglichkeiten des Freistaats.

Wenn Sie Interesse an einem Engagement in der Region haben, teilen Sie uns das bitte hier mit. Wir werden Ihnen dann rechtzeitig eine entsprechende Einladung übermitteln.

(Foto: Gerd Fischer, Dohna)

Sachsen. Land der Ingenieure

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