
- Die Initiatoren: Dr.-Ing. Uwe Müller, LfULG (2. v. re.), Dipl.-Ing. Peter Simchen (3. v. re.) und
Informationsseminar des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie in Kooperation mit dem Ausschuss Landesentwicklung | Umwelt | Verkehr | Technologie der Ingenieurkammer Sachsen am 21. Januar 2011
Das Interesse war überwältigend - mehr als 250 Ingenieure, kommunale Vertreter, Mitarbeiter aus Verwaltungen des Freistaates Sachsen, Vertreter von Verbänden und Hochschullehrer waren in den Audimax der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden gekommen.
Zum Hintergrund:
Die EU verpflichtet die Mitgliedsstaaten zu einer ganzheitlichen länderübergreifenden Bewirtschaftung der Gewässereinzugsgebiete. Dazu sind die ökologischen Anforderungen zu erfüllen, um bis zum Jahr 2015 einen “guten Zustand” der Gewässer zu erreichen. Außerdem fordert die EU ein wirksames Hochwasserrisikomanagement. Entscheidend ist deshalb, die Gewässer integral zu bewirtschaften, um beiden wasserwirtschaftlichen Ziele gerecht zu werden.
Zum Inhalt des Seminars:
Wie diese anspruchsvollen Ziele erreicht werden können - darüber informierten Experten aus der wasserwirtschaftlichen Praxis anhand einer Vielzahl konkreter praktischer Beispiele. Den teilnehmenden Aufgabenträgern aus Ingenieurbüros, Verwaltungen und Verbänden wurden vielfältige Möglichkeiten und Wege aufgezeigt, wie trotz bekannter angespannter Haushaltlage Maßnahmen der Gewässerunterhaltung und des Hochwasserschutzes nachhaltig, ökologisch verträglich und kosteneffizient miteinander verbunden werden können.
Dabei wurde der Bogen von allgemeinen Informationen zum aktuellen Zustand unserer sächsischen Gewässer, zu wasserrechtlichen Zuständigkeiten und Finanzierungsmöglichkeiten über Maßnahmen und Beispiele in den Bereichen Bergbaufolgen, stoffliche Belastungen und morphologische Veränderungen bis hin zu neuen ingenieurbiologischen Bauweisen gespannt - und sowohl Ingenieuren als auch Kommunen eine breite Palette von Werkzeugen für die Strukturverbesserung der Gewässer in Sachsen vorgestellt. Dazu gehört insbesondere der Einsatz naturnaher Verfahren bei der Gewässerunterhaltung (Ingenieurbiologie), um zum einen wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu schaffen und zum anderen einen wirksamen Hochwasserschutz sicherzustellen. Der Freistaat unterstützt die Aufgabenträger bei der Umsetzung der notwendigen Maßnahmen mit vielfältigen Förderangeboten. Nun gilt es, diese gemeinsam in der Praxis umzusetzen.
Die kompletten Vorträge finden Sie unter:
http://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/wasser/8063.htm



